Bereits um 6:30 Uhr stiegen wir in den Zug, der uns nach Grächen bringen würde. Von morgendlicher Müdigkeit war allerdings nichts zu spüren und in jedem Abteil wurden rege Gespräche geführt. Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel, doch Zeit für eine längere Pause blieb nicht. Wir deponierten unser Gepäck und ausgerüstet mit dem Tagesrucksack gings zu Fuss zum ‚Restaurant zum See‘. Ein idyllisches Plätzchen erwartete uns und die traditionelle Walliser-Platte inkl. der hauseigenen Cremeschnitte schmeckte hervorragend.

Am Nachmittag erwartete uns eine spannende Führung den «Wasserleitungen», den sogenannten Suonen, entlang. Wir haben erfahren, wie das Wasser vom Riedgletscher nach Grächen geleitet wurde, um in der Landwirtschaft die Wiesen und Äcker zu bewässern und wie die Wasserrechte unter den einzelnen Bauernbetrieben aufgeteilt wurden. Am Schluss erhielten alle ein Fläschchen Zauberwasser.

Nach dem Abendessen jassten die einen eine Runde, andere unternahmen einen Abendspaziergang oder gingen relativ früh schlafen, müde vom langen Tag und all den Eindrücken.

Am Sonntag führte uns ein spannender Rundgang durchs Dorf. Die typische Bauweise und die Unterschiede von Stadel, Spycher und Stall wurden uns erklärt und wir durften sogar in das 1824 erbaute alte Gemeindehaus, in welchem unter anderem immer noch der 1637 erbaute «Giltsteinofen» (Specksteinofen) steht.

Mit der Seilbahn ging es danach in die Höhe, wo wir eine traumhafte Bergkulisse mit Blick auf die Matterhornspitze geniessen konnten. Am späteren Nachmittag war es bereits wieder Zeit, hinunter ins Dorf zu fahren und sich von Grächen zu verabschieden. Wir blicken auf ein schönes, spannendes und erlebnisreiches Wochenende zurück und sind uns einig: Grächen hat uns mit seinem Zauberwasser wirklich verzaubert!

Doris Aeschlimann

Kirchenchorreise 2026